„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ (Hermann Hesse)

Kirche lebt davon, dass die christliche Hoffnung auch zur Sprache kommt in Zeiten, die davon geprägt sind, dass personelle und finanzielle Not zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Umdenken, zum Weiterdenken einlädt. Es hat keinen Sinn, die Augen vor der sich abzeichnenden Zukunft zu verschließen, sich stur zu stellen und Veränderungen aus dem Weg zu gehen. Christinnen und Christen bezeugen ihren christlichen Glauben, in dem sie an die Wahrheit der frohen Botschaft glauben und in ihrem Sinn mutige Schritte in die Zukunft setzen.
So ist das Zitat von Hermann Hesse Grundlage für den Wunsch, Bewährtes nicht aufzugeben, aber Neuem vertrauensvoll einen Raum zu geben und es wachsen zu lassen.

Der Weg entsteht im Gehen wie durch ein Wunder!

Mal kleine, mal große Schritte machen,
sich Zeit lassen, auch für das Innehalten,
der eigenen Stimme in uns vertrauen,
mutig unseren Weg gehen.

Auf Anordnung des Bischofs von Aachen haben die Pfarrgemeinden Heilig Kreuz Keyenberg, Herz Jesu Kuckum, St. Antonius Tenholt, St. Cosmas und Damian Holzweiler, St. Josef Hetzerath, St. Lambertus Immerath, St. Mariä Empfängnis Katzem, St. Michael Granterath, St. Pauli Bekehrung Lövenich, St. Servatius Kückhoven und St. Valentin Venrath beschlossen, eine neue gemeinsame Pfarrgemeinde ab 1. Januar 2010 zu bilden. Damit wollen sie den sich stellenden pastoralen Anforderungen im Lebensraum der Kommunalgemeinde Erkelenz gerecht werden. (Lage)

Pfarrkirche ist St. Servatius in Kückhoven
alle übrigen bisherigen Pfarrkirchen sind Filialkirchen.

Die neu gebildete Pfarrgemeinde führt den Namen:

  
St. Maria und Elisabeth Erkelenz


Gedanken zur Namensgebung:

Biblische Grundlage ist folgender Text: (Lk 1, 39-56)

Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

Max Reichlich, 1511: Maria Visitatio (Alte Pinakothek in München)Max Reichlich, 1511: Maria Visitatio
(Alte Pinakothek in München)
Da sagte Maria:
Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unseren Müttern und Vätern verheißen hat,
Abraham und Sarah und ihren Nachkommen auf ewig.

Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.


Tag des Patroziniums: 2. Juli (Mariä Heimsuchung)


Verknüpfungen:

Erkelenz, den 18.05.2004

Franz Josef Semrau